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13.08.2010

Einmalig in der Bundesliga

"Bembelbar" – die Eintracht-Verlängerung

Bembelbar-Betreiber Holger Nickel (2.v.l.) mit seinen Kollegen und dem Wilhelmshavener Eintracht Fan Werner Kluth (zweiter v. r.). (Bild: www.bembelbar.de)
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Bembelbar-Betreiber Holger Nickel (2.v.l.) mit seinen Kollegen und dem Wilhelmshavener Eintracht Fan Werner Kluth (zweiter v. r.).
Eintracht Frankfurt hat in Wilhelmshaven gewonnen und die mitgereisten Fans feiern in der "Bembelbar". Die mobile Fan-Kneipe ist Heimat und Oase für viele Eintrachtler, die ihre Mannschaft begleiten
 

"Wir sehen uns als Verlängerung der 90 Minuten", sagt Veranstalter Holger Nickel. Und die findet jedes Mal, bei jedem Heimspiel der Eintracht und bei einigen Auswärtsspielen, woanders statt. Am Anfang stand eine einfache Idee: "Bei einem Spiel lernt man immer wieder neue Leute kennen. Doch leider verstreut sich die Menge nach Abpfiff wieder in alle Himmelsrichtungen. Wir wollten einen Ort bieten, wo sich neue und alte Freunde nach dem Spiel treffen können", erklärt Nickel gegenüber hr-online, wie es Anfang 2003 zur Entstehung der "Bembelbar" kam.
 
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Über die "Bembelbar" ins Stadion

Die Organisatoren mieten sich jeweils eine Kneipe, Gaststätte oder einen Veranstaltungsort und verwandeln ihn in eine Anlaufstelle für alle Eintracht-Anhänger - "es dürfen natürlich auch andere Fans zu uns herein", betont Nickel, der aber hinzufügen muss, dass der Anteil dieser Gruppe doch gering sei. Doch die "Bembelbar" bringt nicht nur Leute nach dem Stadionbesuch zusammen, es funktioniert auch der umgekehrte Weg. "Über die 'Bembelbar' begeistern wir immer wieder Noch-nicht-Fans, doch mal ins Stadion zu einem Spiel zu gehen", freut sich Nickel.

In der "Bembelbar" wird gefachsimpelt über die Leistung der Eintracht, es wird gefeiert und getanzt. Um den Menschen dafür den nötigen Platz zu bieten, sind Veranstaltungsorte wie etwa am Freitag das "Pumpwerk" in Wilhelmshaven ideal. Dort haben rund 800 Personen Platz – "und ich weiß jetzt schon, dass der Laden voll sein wird", so Nickel. Wie so oft wird die Party bis in die frühen Morgenstunden gehen. Die passende Musik gibt's natürlich dazu.
 

400 Liter Apfelwein an der Nordsee

Hessen trifft Norddeutschland. (Bild: www.bembelbar.de)
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Hessen trifft Norddeutschland.
Eine mobile Fan-Kneipe, das ist einmalig in der Fanszene der Bundesliga. "Wir kennen viele Fangruppierungen, aber so etwas wie wir hat keine", erzählt Nickel nicht ohne Stolz. Dabei ist die "Bembelbar" nicht wie man vielleicht annehmen könnte der verlängerte Arm des Vereins. Im Gegenteil: "Wir haben bei der Eintracht nie um eine finanzielle Unterstützung angefragt. Wir wollen unabhängig bleiben und unser Ding machen", so Nickel.

Was er und seine drei Mitorganisatoren allerdings gerne annehmen, ist die Unterstützung der Fanabteilung der Eintracht. "Von ihnen bekommen wir immer die Apfelweingläser mit dem Eintracht-Adler gestellt, die sich unsere Gäste dann als Souvenir mitnehmen können", erzählt Nickel. Denn Apfelwein gibt es natürlich immer auf der Getränkeliste – für das Gastspiel in Wilhelmshaven etwa hat man 400 Liter mitgenommen.

Mittlerweile Kult

Mittlerweile haben die "Bembelbar"-Betreiber in Frankfurt, aber auch vielerorts bundesweit ein Netzwerk an Kontakten. "Unsere vorherigen Veranstaltungspartner dienen als Referenz", erklärt Nickel, wie sie in einer fremden Stadt fremde Menschen dazu bringen, ihnen ihr Lokal zu vermieten. Den Tipp vom "Pumpwerk" in Wilhelmshaven aber hat ihnen ein Eintracht-Fan gegeben, der in Wilhelmshaven lebt. Wo und wann die "Bembelbar" geöffnet hat, erfahren die Fans jeweils auf der Homepage www.bembelbar.de

Nach mittlerweile sieben Jahren und immer wiederkehrenden Gastspielen in Berlin, Hamburg oder Köln ist die "Bembelbar" bei den Eintrachtlern Kult. Ein goldenes Näschen verdienen sich Nickel und Co. dennoch nicht. "Wir bekommen von den Wirten, die uns ihre Gaststätte vermieten, immer einen Zuschuss, weil wir jede Menge neue Gäste bringen. Am Ende kommen wir auf Null raus", berichtet Nickel, der wie seine Mitstreiter aus reinem Spaß an der Freude und aus "purem Fanidealismus" seine Freizeit für die "Bembelbar" opfert.
 
Redaktion: safl / woje
Bilder: © www.bembelbar.de (2)
Letzte Aktualisierung: 13.08.2010, 21:33 Uhr
 
 

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